Senioren-Weltmeisterschaften

Jörgen Persson, Meister aller Klassen

Dieser Titel hat ihm noch gefehlt, doch jetzt ist auch das erledigt: Jörgen Persson, Einzel-Weltmeister 1991, Mannschafts-Weltmeister 1989, ’91, ’93 und 2000, war noch nie Weltmeister im Herren-Doppel. Bis vor wenigenTagen. Doch das hat sich jetzt geändert: Bei der Senioren-WM in Las Vegas behauptete sich der DONIC-Star mit seinem langjährigen Weggefährten Erik Lindh im Doppel und gewann quasi nebenbei auch den Einzel-Titel – beides in der Altersklasse Ü50.

Eine Selbstverständlichkeit? Durchaus nicht. Senioren-Weltmeisterschaften sind zwar immer noch auch eine gigantische Breitensport-Veranstaltung – in Las Vegas starteten über 4.000 Teilnehmer, davon rund 400 allein in der Klasse Ü50 –, doch dort tummeln sich immer mehr Alt-Internationale. Im Einzel-Finale hatte Persson harten Widerstand zu brechen: Der langjährige belgische Nationalspieler Andras Podpinka schien zwei Sätze lang chancenlos, und Jörgen Persson wähnte sich schon sicher, doch fast wäre die Sache noch schiefgegangen. „Nach den ersten beiden Sätzen dachte ich: Kein Problem“, bekannte der Schwede, „aber dann gab es doch Probleme.” Im entscheidenden fünften Durchgang führte Persson bei Seitenwechsel mit 5:2, lag dann aber 5:8 und 7:9 zurück. „Das war knapp“, kommentierte er nach seinem 12:10-Erfolg. „Podpinka hat mir aber auch gesagt, dass er noch jeden Tag spielt.” Der Belgier hatte im Halbfinale immerhin den dänischen Ex-Nationalspieler Alan Bentsen mit 3:0 ausgeschaltet, der noch immer in Dänemarks 1. Liga aufschlägt. Jörgen Persson hatte den Russen Aleksandr Savelev bezwungen, der im Viertelfinale gegen Erik Lindh gewonnen hatte.

Außer im Finale gab DONIC-Star Jörgen im Einzel nicht einen Satz ab, und auch im Doppel wurde es nur einmal einigermaßen spannend. Das 3:1 im Halbfinale gegen die früheren Erstligaspieler Wang Yansheng und Nicolai Popal bezeichneten die beiden Schweden als vorweggenommenes Endspiel. Im Finale gegen Andreas Fejer-Konnert, ebenfalls langjähriger Erstligaspieler, und den Ungarn Sandor Varga hatten sie beim 3:0 keine Mühe.

Senioren-Weltmeisterschaften sind noch kein offizielles Turnier des Weltverbandes ITTF, doch Jörgen Persson freute sich dennoch über seine Erfolge. Vor allem über den Titel im Doppel, der sein erklärtes Ziel gewesen war. Stellan Bengtsson, Einzel-Weltmeister von 1971 und später schwedischer Nationaltrainer, hatte seinen Landsmann Persson zum Start in Las Vegas bewegt. Bengtsson lebt schon lange im kalifornischen San Diego und half im Hintergrund bei der Organisation dieser Senioren-WM. Auf seine Anfrage entschied Persson, mitzumachen, „aber ich wollte Doppel mit Erik spielen, weil wir nie Weltmeister waren.”

Das wäre jetzt also auch erledigt, und so bleibt Jörgen Persson nur noch ein großes Ziel. 2008 hatte er bei den Olympischen Spielen von Peking mit einem grandiosen Auftritt als 42-Jähriger noch das Einzel-Halbfinale erreicht, die ersehnte Medaille aber dennoch knapp verpasst. „Jetzt hoffe ich auf die Einführung von Olympischen Spielen für Senioren”, verkündete er lachend. „Das ist meine letzte Chance auf die Olympia-Medaille.”

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